Manchmal ist nicht die KI das Problem, sondern der Prompt. Du hast was im Kopf, aber du kriegst es nicht sauber formuliert. Oder du hast schon eine Antwort bekommen, aber sie ist am Thema vorbei, zu lang, zu vage, oder voller Annahmen. Genau hier hilft Meta Prompting.
Meta Prompting heißt. Du lässt die KI dir helfen, einen besseren Prompt zu bauen.
Erst Rückfragen, dann ein sauberes Briefing, und erst dann gehst du an die eigentliche Aufgabe. Das spart Zeit und reduziert dieses typische Rumprobieren. Das Ganze funktioniert besonders gut, wenn du merkst, du wirst ungenau, weil dir Infos fehlen. Oder wenn du ein Thema hast, aber keinen roten Faden. Oder wenn du nicht weißt, welches Format du brauchst. Oder wenn du schon eine Antwort hast, die nicht passt, und du willst sie gezielt korrigieren. Oder wenn du die gleiche Aufgabe öfter hast und daraus einen Standard Prompt machen willst.
Regel Nummer 1 ist simpel. Wenn dir Informationen fehlen, dann erlaube Rückfragen. Sonst rät die KI. Und geraten sieht oft fachlich aus, ist aber Mist.
Hier sind fünf fertige Meta Prompts für den Alltag. Du kannst die direkt übernehmen. Die sind absichtlich simpel. Sie sollen funktionieren, nicht beeindrucken.
Ich will einen guten Prompt schreiben, bin aber noch unscharf. Stelle mir zuerst bis zu 3 Rückfragen, damit du die fehlenden Infos bekommst. Danach schreibe mir einen fertigen Prompt in Deutsch, mit den Abschnitten Ziel, Kontext, Aufgabe, Format, Grenzen. Zum Schluss gib mir eine Kurzversion des Prompts, die ich schnell tippen kann.
Hier ist mein Prompt, der nicht gut funktioniert: [Prompt einfügen] Sag mir kurz: 1. Was daran unklar ist 2. Was wahrscheinlich fehlt 3. Welche Annahmen die KI dadurch treffen muss Danach schreibe mir 2 verbesserte Versionen: Version A, kurz und direkt Version B, mit etwas mehr Kontext Beide bitte in einfacher Sprache.
Ich habe diese Antwort bekommen: [Antwort einfügen] Sie passt nicht, weil: * [1 bis 3 Punkte] Formuliere mir einen Folge Prompt, der die Antwort gezielt korrigiert. Bitte so, dass die KI nicht nochmal von vorn anfängt, sondern die Lücken schließt. Format: Stichpunkte, kurz.
Ich habe ein technisches Problem und will es sauber eingrenzen. Hier sind meine sicheren Beobachtungen: - [Beobachtung] - Erwartet hätte ich: [Erwartung] - Tritt nur auf, wenn: [Bedingungen] - Schon probiert: [Test] Bitte fasse die Beobachtung neutral zusammen. Dann nenne 3 Hypothesen, die dazu passen, aber kennzeichne Annahmen klar als Annahmen. Zu jeder Hypothese: ein schneller Test, mit dem ich sie prüfen kann. Kurz, praxisnah.
Ich habe eine Aufgabe gelöst, aber ich will daraus einen Standard Prompt machen, den ich später wiederverwenden kann. Hier ist der Verlauf oder die wichtigsten Infos: [Text einfügen] Erstelle mir daraus: 1. Eine Prompt Vorlage mit Platzhaltern in eckigen Klammern 2. Ein Beispiel, wie die Vorlage ausgefüllt aussieht 3. Eine kurze Notiz, wann die Vorlage gut passt und wann nicht Bitte ohne Marketing, in normaler Sprache.
Hier noch zwei kleine Tricks, die oft schon reichen. Der erste Trick ist, das Ergebnisformat festzunageln. Zum Beispiel. Antworte in maximal 7 Stichpunkten, keine Einleitung. Der zweite Trick ist, Annahmen zu verhindern. Zum Beispiel. Wenn dir Infos fehlen, stelle Rückfragen, statt zu raten. Kennzeichne Annahmen als Annahmen. Das klingt banal, wirkt aber erstaunlich gut.
Wenn du mit mehreren Modellen arbeitest, sind Meta Prompts auch super zum Vergleichen. Du gibst denselben Meta Prompt an zwei Modelle und schaust, welche Rückfragen besser sind. Nicht die hübschere Antwort gewinnt, sondern die, die dir hilft, das Problem sauber einzusammeln.
Unterm Strich. Gute Prompts entstehen selten im ersten Wurf. Wenn du dir aber angewöhnt hast, die KI erst Rückfragen stellen zu lassen und dann den Prompt zu bauen, wird der Prozess deutlich weniger frustig. Und sobald du so einen guten Prompt hast, speichern. Sonst baust du ihn in drei Wochen nochmal.